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Zwei Forschungsberichte Berichtet wird von zwei Forschungsprojekten aus der Theoriearbeit des Ateliers. Zwei Meisterschüler liefern in
zeichnerischer und textlicher Form ein detailliertes Protokoll über ihre Untersuchungen zu Objekten, die Aufschluss geben über den Stand der Entwicklung der Architektur- bzw. der Ingenieurwissenschaft des 18.
Jahrhunderts und deren Einordnung im Rahmen des europäischen Geistesleben. Im ersten Beitrag untersucht Gunnar de Vries in technisch konstruktiver Hinsicht die so genannte "Mathematical Bridge" am Queen's
College in Cambridge. Diese Brücke entstand deutlich vor der berühmten gusseisernen Konstruktion Prichard's in Coalbrookdale, die gemeinhin als der Beginn des technischen Zeitalters zitiert wird. De Vries weist
nach, dass in Großbritannien zeitlich gesehen deutlich früher als am Severn in Wales und auf dem Kontinent ingenieurmäßig konstruierte Brücken, wenn auch aus Holz, die bis dahin üblichen Handwerkskonstruktionen
abgelöst hatten. Im zweiten Teil des Heftes stellt Bernd Grimm eine Forschungsarbeit vor, die den Proportionalzirkel des Barockbaumeisters Balthasar Neumann zum Gegenstand hat. Aufgrund eigener Erfahrung am
Reißbrett in Verbindung mit gründlichen Kenntnissen auf dem Gebiet der Architekturtheorie, der Lehre der Säulenordnungen und der Geometrie, war es Grimm erstmalig gelungen, die bis dato unentschlüsselten Gravuren
aus der Hand des Baumeisters zu entziffern.
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